Die Photoperiode (die Stunden Licht und Dunkelheit, die eine Pflanze täglich erhält) ist zusammen mit der Genetik der Faktor, der am stärksten bestimmt, wann und wie eine Kultur blüht. Eine falsch eingestellte Photoperiode kann die Blüte verzögern, Lichtstress verursachen oder eine Pflanze sogar in die vegetative Phase zurückfallen lassen und damit Wochen an Anbauzeit vernichten.
In diesem Artikel gehen wir durch, wie man sie je nach Genetik korrekt berechnet und welche Geräte es erleichtern, sie stabil zu halten.
Was die Photoperiode ist und warum sie über die Blüte entscheidet
Kulturpflanzen deuten die Länge der ununterbrochenen Nacht als Signal für den Phasenwechsel. Überschreitet diese Dunkelphase einen Schwellenwert (normalerweise zwischen 9 und 12 zusammenhängenden Stunden, je nach Sorte), aktiviert die Pflanze die hormonellen Mechanismen, die die Blüte einleiten. Deshalb genügt es nicht, "mehr oder weniger Licht zu geben": entscheidend ist die Durchgängigkeit der Dunkelheit.
Eine einzige Lichtunterbrechung während der Nacht kann die Zählung zurücksetzen und die Blüte verzögern oder durch Stress Hermaphroditismus auslösen.
Photoperiodische vs. autoflowering: zwei unterschiedliche Logiken
- Photoperiodische Genetiken: Sie hängen vollständig von dem Lichtzyklus ab, den du ihnen vorgibst. Der Anbauer entscheidet durch den Wechsel des Zyklus, wann sie vom Wachstum in die Blüte übergehen.
- Autoflowering-Genetiken: Sie blühen nach Alter (in der Regel 3 bis 5 Wochen nach der Keimung), unabhängig von der Photoperiode. Sie vertragen längere Lichtzyklen, ohne dass der Wechsel erzwungen werden muss.
Die genaue Genetik zu kennen, bevor der Lichtzyklus festgelegt wird, ist der erste Schritt: Einen für photoperiodische Pflanzen gedachten Zyklus auf eine Autoflowering anzuwenden (oder umgekehrt) gehört zu den häufigsten Fehlern in gemischten Kulturen.
Empfohlene Lichtzyklen nach Phase
| Phase | Photoperiodische Genetik | Autoflowering-Genetik |
|---|---|---|
| Keimung/Sämling | 18/6 oder 20/4 | 18/6 oder 20/4 (manche Anbauer nutzen 24/0) |
| Wachstum/vegetativ | 18/6 | 18/6 (wird das ganze Pflanzenleben beibehalten) |
| Blüte | 12/12 (vollständige, ununterbrochene Dunkelheit) | Nicht zutreffend: Sie blüht nach Alter, nicht nach Zyklus |
| Abschluss | 12/12, bei manchen Anbauern zuletzt auch 10/14 | 18/6 bis zur Ernte |
Der kritische Punkt bei photoperiodischen Pflanzen ist die Blütephase: jedes Lichtleck während der 12 Stunden Dunkelheit (ein Spalt, eine LED-Kontrollleuchte, eine nicht richtig geschlossene Tür) kann eine Rückvegetation oder Stress auslösen, der die Harzbildung und den Endertrag mindert.
So berechnest du den Zykluswechsel Schritt für Schritt
- Bestimme die Genetik und prüfe, ob sie photoperiodisch oder autoflowering ist (die Samenbank gibt es immer an).
- Halte in der Wachstumsphase 18 Stunden Licht / 6 Stunden Dunkelheit, bis die Pflanze die gewünschte Größe erreicht (normalerweise 50-60 % der Endgröße, da photoperiodische Pflanzen in der Blüte weiter strecken).
- Für den Wechsel in die Blüte stelle abrupt auf 12/12 um und verändere daran bis zum Ende des Zyklus nichts mehr.
- Kontrolliere die Lichtdichtheit des Anbauraums: Jeder Lichtpunkt während der Dunkelphase muss beseitigt werden.
- Automatisiere den Wechsel mit einer Zeitschaltuhr oder einem Controller, um menschliche Fehler zu vermeiden, gerade wenn sich der Zyklus über Monate täglich wiederholt.
Welche Geräte helfen, die Photoperiode stabil zu halten
Den Lichtzyklus zu automatisieren ist der zuverlässigste Weg, Photoperiodenfehler zu vermeiden, vor allem in Anlagen mit mehreren Räumen oder überlappenden Zyklen (Wachstum und Blüte gleichzeitig). Der Controller Ignator Light Control LC1 erlaubt es, Ein- und Ausschaltzyklen präzise zu programmieren und zu automatisieren, und vermeidet so den manuellen Fehler, das Licht nicht rechtzeitig aus- oder einzuschalten.

Was das Leuchtmittel selbst betrifft, hängt die Reaktion der Pflanze auf die Photoperiode auch vom Spektrum und der Intensität ab, die sie während der aktiven Lichtstunden erhält. Die Reihe Ignator HeroLED deckt die verschiedenen Phasen ab:
- Ignator HeroLED B26W Blüte 2700K: warmes Spektrum, speziell für die Blütephase im 12/12-Zyklus.
- Ignator HeroLED D720W und Ignator HeroLED T720W Compact 2.95PPE: hocheffiziente Leuchten (PPE) für größere Wachstums- und Blüteflächen.
- Ignator CanopyLED B120W: ergänzende LED-Leisten, um das Blätterdach zu verstärken und die Lichtgleichmäßigkeit während des gesamten Zyklus zu verbessern.
Fazit
Die Photoperiode ist keine allgemeingültige Einstellung: Sie hängt davon ab, ob die Genetik photoperiodisch oder autoflowering ist, und ein Fehler in ihrer Handhabung kann Wochen an Anbauzeit oder einen Teil der Ernte kosten. Den Zyklus mit einem Controller wie dem Ignator Light Control LC1 zu automatisieren und für jede Phase die passende Leuchte zu wählen, verringert den Spielraum für menschliche Fehler und sorgt für einen sauberen, konsistenten Phasenwechsel.
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